// Marisa

// Marisa model: Marisa photo: http://www.fotografie-michael-sack.de jpg out of camera (OOC), no photoshop editing #portrait #portraitphotography #fashionphotography #girl #beauty #vintage #retro #castle #lebendigefotos
model: Marisa photo: http://www.fotografie-michael-sack.de jpg out of camera (OOC), no photoshop editing #portrait #portraitphotography #fashionphotography #girl #beauty #vintage #retro #castle #lebendigefotos
Werbeanzeigen

Videodreh mit LED-Leuchte bei Gegenlicht

Bild

Gestern habe mit meiner DSLR kurz vor dem #Brings -Konzert auf dem #Kunstrasen Bonn Interviews gefilmt. Die Lichtverhältnisse vor Ort erwiesen sich als kniffelig: Wir hatten einen wolkenlosen Himmel und die Sommersonne knallte selbst um 19:00 Uhr noch unbarmherzig auf das Open Air-Gelände. Zudem lag noch die Bühne, die als Hintergrundkulisse für die Interviews dienen sollte, im brutalen Gegenlicht der tief stehenden Sonne. Rechts und links der Bühne befanden sich hässliche Techniktürme, so dass ein anderer Standort zum Filmen nicht in Frage kam.

Da ich keinen Assistenten dabei hatte, musste ich das technische Equipment auf das Notwendigste reduzieren: Kamera mit Objektiv, Graufilter, Einbeinstativ und die #Quenox LED-Leuchte mit 780 Lumen, die ich auf meinem Blitzschuh montierte.

Warum brauche ich bei strahlender Sonne ein künstliches Licht? Erstens erzeugt die pralle Sonne starke Schatten im Gesicht, die ich gerne mit der LED minimieren, sprich aufhellen möchte. Zweitens wäre bei dieser Gegenlichtsituation (man beachte die typischen Blendflecke und den Lichterkranz um die Köpfe der beiden Damen links im Hintergrund) entweder die Bühne im Hintergrund viel zu hell und die Gesichter der Kinder zu dunkel oder umgekehrt.

Normal hätte ich die Szene von einem Assistenten mit einem (Falt-) #Reflektor aufhellen lassen, nur war eben kein Assistent zur Hand. So musste ich mich mit der LED-Leuchte begnügen. Zunächst habe ich die Kamera mit Hilfe des Histogramms im Live View so eingestellt, dass die Bühne im Hintergrund richtig belichtet war. Mit einem 6-fach Graufilter kam ich auf Blende 8. Perfekt! Hätte ich nun so gefilmt, wären allerdings die Kinder im Vordergrund hoffnungslos unterbelichtet gewesen. Bitte achtet unbedingt darauf, dass beim Filmen die gewählte Blende fixiert ist und sich nicht automatisch ändert!

Jetzt ist die große Stunde der Qenox: Mit 780 Lumen hat sie genug Wumms um auch recht ordentlich gegen die Sonne arbeiten zu können. In einem Vortest habe ich ermittelt, dass ab ca. 35mm Brennweite @KB die Szene von den LEDs voll ausgeleuchtet wird. Also Zoom auf gute 35 mm @KB und Leuchte auf Maximalleistung.

Ich darf allen davon abraten, per Poti LEDs zu dimmen, denn bei gedimmten Leuchten ist ein – mal mehr mal weniger – #Lichtflimmern in den Videos zu erkennen. Besser wäre hier eine Leuchte, die ihre Helligkeit über das An- und Abschalten einzelner LEDs regelt – nur diese sind recht teuer.

Da ich die Leuchte auf der Kamera montiert hatte, musste ich durch Vor- und Zurückgehen die Lichtintensität steuern. Bei ca. 1,80 Meter Abstand war ich zufrieden. Im Bild seht ihr einen Screenshot des unbearbeiteten Films „out of cam“.

Ich hoffe, mein Tipp hat euch geholfen.
Viel Spaß beim Nachmachen!
Euer Michael

Bezugsquelle LED-Videoleuchte Qenox CN-160: http://ow.ly/lQhHk
Weitere Tipps & Tricks für Hochzeitsfotografen

Die Wahrheit versteckt man am besten zwischen zwei Lügen

Bild

Man kann meine 86-jährige Oma mit Photoshop und ein wenig Arbeit in einen knackigen Teenager verwandeln oder dem Fotomodell eine Wespentaille und eine Porzellanhaut verpassen – all das sollte inzwischen bekannt sein.

Weniger bekannt scheint mir aber die Tatsache, dass Fotos und Videos bewusst manipulieren können, ohne Photoshop auch nur einmal geöffnet zu haben: Alleine die Objetivwahl, der Standpunkt des Fotografen und der Ausschnitt der Szene kann die Realität um 180 Grad verdrehen.

Ein Weitwinkel, ein etwas niedriger Aufnahmewinkel und ich erwecke den Eindruck, dass tausende Fans ein Konzert verfolgt haben. In Wirklichkeit waren es vielleicht 300 Besucher – und das ohne Photoshop.

Besonders eindrucksvoll sieht man es an dem beigefügten Foto. Alleine der Bildausschnitt verändert die Aussage völlig – und das ohne Photoshop.

In diesem Sinne, lasst euch nicht manipulieren!
Euer Michael

Foto: Ursula Dahmen, Wanderausstellung „X für U -Bilder, die lügen“
Tipps & Tricks für Hochzeitsfotografen